Der japanische Yen
Die aktuelle Währung Japans ist weit über 100 Jahre alt. Das Entstehungsdatum des Yen ist das Jahr 1869. Damals war die Währung noch mit dem Silber verankert. Seit 1948 ist Japan Mitglied des Internationalen Währungsfonds, der vier Jahre zuvor gegründet wurde. Seither ist der Yen Teil eines festen Systems der Währungen.
Aufstieg Japans zur Industriemacht
Japan stieg etwa ab den 50er Jahren bis heute zu einer der größten Industrienationen der Welt auf. Dieser wirtschaftliche Aufschwung funktionierte in Japan zwischen den 50er Jahren und 1989 ohne eine Verschuldungspolitik des Staates. Die Zentralbank des Landes hielt die Zinsen künstlich niedrig und rationierte Kredite. Das waren zwei wichtige Instrumente für den Wirtschaftserfolg des Landes. Später ergaben sich jedoch Probleme, die in den 80er Jahren entstanden. Damals stand der US-Dollar im Verhältnis zum Yen hoch. Japanisches Kapital wurde vermehrt in den USA eingesetzt. Die Vereinigten Staaten verzeichneten damals ein recht großes Defizit im Haushalt. Der hohe Wert des Dollars sorgte zudem für Defizite in der Handelsbilanz, was in den Jahren 1985 und 1987 zu Devisenmarkt-Interventionen führte. Die Zentralbank Japans steigerte zu jener zeit die Geldmenge und sorgte für Zinssenkung. Was als Inflation begann, endete als Deflation und brachte Japans Wirtschaft in Schwierigkeiten.
Die Moderne
Japan verzeichnet eine alternde Bevölkerung, die manch einen Kommentatoren dazu animiert, von Vergreisung zu sprechen. Wenig Konsum und eine mittlerweile steigende Staatsverschuldung geben in Japan Anlass zur Sorge, während die Devisenüberschüsse steigen. Ein Instrument der japanischen Zentralbank ist eine konsequente Abwertung des Yen durch Käufe von Euro und US-Dollar. Eine ganze Reihe von Japanern fühlte sich dadurch veranlasst, teils hohe Sparsummen in Gold umzuwandeln. Die Zinsen sind beim Yen sehr stabil; seit 1995 gelten sie als stabiler als die der meisten Währungen des Westens. Erreicht wurde das durch äußerlichen Druck auf den Markt und die einstige Nachgiebigkeit der japanischen Regierung. Hohe Verkäufe aus Gründen der Spekulation der Yen-Carry-Trader werden den Yen möglicherweise aufwerten, obwohl sich Japan mit einem asiatischen Stabilitätsfonds gegen Spekulationen abzusichern versucht.









